ZIELSETZUNG

Im Jahr 2002 wurde der Ländenbetrieb in Wien sowie das Schifffahrtszentrum an der Reichsbrücke von der Republik Österreich durch den Wiener Hafen gekauft. Die im darauf folgenden Jahr gegründete Wiener Donauraum Länden und Ufer Betriebs- und EntwicklungsgesmbH hat gleichzeitig die Rechtsnachfolge der berühmten Donaudampfschifffahrtsgesellschaft, der ältesten Binnenreederei der Welt angetreten. 2003 wurden am Schifffahrtszentrum an der Wiener Reichsbrücke 2.859 Schiffe abgefertigt, 129.048 Passagiere sind an Bord gegangen. 2008 haben 4.434 Schiffe angelegt, 380.529 Passagiere haben die Länden in Anspruch genommen. Dies entspricht einer Steigerung im Bereich der Schiffsanlegungen um 55 % und im Bereich der Passagiere um 195 % in fünf Jahren. Aber nicht nur die Menge an Schiffen und Passagieren wurde markant gesteigert, besonderer Wert wurde auch auf die Erweiterung der Dienstleistungspalette gelegt; so wurde das Hafenkapitanat neu aufgebaut, ein Schiffsversorgungszentrum eingerichtet sowie die Ausflugsschifffahrt der DDSG wieder an die Reichsbrücke geholt.

 

Die Zielsetzung der Donauraum Wien lässt sich mit dem Begriff „Wien an die Donau“ definieren. Nach dem Untergang der Donaumonarchie hat man vergessen, Wien als Donaumetropole anzusprechen, in den letzten Jahrzehnten ist auch von Städteplanern und Architekten oft betont worden, dass Wien eigentlich gar nicht an der Donau liegt. Gemeint war natürlich die Innenstadt und der Vergleich mit anderen Hauptstädten Europas, deren historisches Zentrum sich an einem berühmten Fluss entwickelt hat. Der Grund hiefür liegt einfach am Charakter der Bodenstruktur (Schotter) und der gewaltigen Kraft der Donau im Oberlauf. Das Wien an der Donau war über die Jahrhunderte immer ein vom Hochwasser bedrohtes Gebiet, schon die Römer haben daher ihre Befestigung auf der so genannten Stadtterrasse rund zwanzig Meter über dem Ufern der Donau angelegt. Erst durch die Donauregulierung im 19. Jahrhundert und die umfangreichen Hochwasserschutzmaßnahmen im 20. Jahrhundert, die durch die Errichtung der Staustufe Wien einen vorübergehenden Abschluss gefunden haben, wurde die Hochwassersicherheit auch der Bezirke unmittelbar am Hauptstrom gewährleistet. Damit wurde freilich aus der Not eine Tugend: als einzige bekannte Großstadt Europas hat Wien nun die Möglichkeit an den Ufern der Donau eine neue interessante Stadt zu bauen. Die Schönheit von Wiens Altstadt erlegt die Verpflichtung auf, die Leistungen der Vergangenheit in der Gegenwart noch zu übertreffen. Mit dem Bau der Donauinsel und der Errichtung der Donaucity wurden die ersten Schritte gesetzt. 2010 eröffnet Donauraum Wien die Schiffstation Wien City zwischen Marienbrücke und Schwedenbrücke unmittelbar in Wiens Altstadt. Impuls hierfür war der Erfolg der Schnellbootverbindung zwischen Wien und Bratislava, die 2006 aufgenommen wurde und bis 2010 eine halbe Million Passagiere befördert hat. Die Schiffstation Wien City dient nicht nur als moderner Personenhafen für den Twin City Liner und die Ausflugsschiffe der DDSG Blue Danube, sondern beherbergt auch das „Motto am Fluß“, eine avantgardistische Gastronomie der Spitzenklasse sowie das „Gate to Bratislava“, eine Informations- und Buchungsplattform der Stadt Bratislava in Wien. Zwei weitere Ziele der Donauraum Wien stehen nach 2010 schon konkret an: man möchte in Bratislava ebenfalls eine neue Einstiegsstelle für den Schiffsverkehr mit einem „Gate to Vienna“ entwickeln und an der Reichsbrücke einen Beitrag für die Wiener Waterfront leisten.

 

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